Rose Main Reading Room, Public Library, New York City, 25.10.2016

In diesen Räumen ist es hölzern aber sympathisch, man kann sich aufwärmen und so tun als könnte man den ganzen Tag herumstrolchen, sich einen Bibliotheksausweis besorgen ohne Flashlight dichten, dichten in der Public Library sitzen wir alle an einem Tisch, jeder nur einen bequemen leise und hell.

Hell und leise am Vormittag überraschend Lyrik vom fortgesetzten Glück ein Abglanz früherer Glückszustände und demokratische Träume in 3 Minuten Bildung für wirklich jeden pausbäckigen Wolkentags-Büchernarr im Katalog der wohlklimatisierten Seelen.

Hier ist Amerika nur ein Theseus-Schiff, ein lesenswerter Comic, ein knittriger Papierfinger angesichts der wolkigen Restbestände droben im blauen Archiv.

Free and open access auf jede Playlist seit 1911 mit superschnellen Augenbällen in den Periodika blättern nach postapokalyptischen Hadesnews ab in den Kartenraum, hier gibt es nur Bildungsfrüchtchen und kandierte Buchstaben on the rocks.

Oder aber auch geheime Wortfreuden aus Shakespeares Zehenzwischenraum tönt etwas Blankvers aus älteren Jahren nypl.org und ein Hauch von Geduld und Tapferkeit, die beiden feuergefährlichsten Löwen der Tugendhaftigkeit warten schon länger auf die happy hour.

Du bist hier available für kleine lächelnde Teufel aller Art zu haben, doch nicht jederzeit!

Alle Lüster froh am Brennen als way of life: niemand ist ein Niemand!

(2fell)

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