Memento

Zwar sind unsere Herzkammern benebelt,
aber dies unser Aus-dem-Bauch-heraus-Sagen
ist immer noch gut für Gelegenheitsplattitüden.

So mit den Jahren fleischgeworden um unsere Wörter,
die einfältigen Sätze, dann im Laufe der Zeit
mehrmals zerfurcht, alles Gesagte getan. Nichts

Schlechtes über die Toten im Gedächtnis geredet,
hinterbliebene Zellgenossen. In stillem Gedenken
jede Anwesenheit unter den Daseinsamateuren befeuert.

Wir also lebend in diese unsere Arme gefallen,
aber haltlos trotz aller Gelände die Zustände über den
Wolken; wir wagen jenes Hals-über-die-Haare in den Wind.

Zerstreuung, und wir lieben den Zeitvertreib. Alles
Ruhelose daran. Wie unsere Köpfe rauchen bei dem Versuch,
sich zu erinnern. Und die Häuflein Asche danach.

(Markus Breidenich)

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