hamlet.lamentatio 7

 

                                               Schlingen und Pfeilen von empörend Glück

ist nobel es im mindesten zu nennen

mit seufzen schniefen und mit märtyrblick

die pfeile in der leiste aufzufangen?

oder sollten sie aus dem fleisch zurück

 

gerissen und mit speichel präpariert

geschossen werden in die schicksalsstirn?

wird hier geprüft die hohe kunst des duldens

oder die schuldenfreie action: päng!?

 

ach tauchen tauchen und nie mehr nach oben

in den verstauchten in den falschen blick

in knotenbrust und schockgefülltes fleisch

zurückkehren zu tausend müdigkeiten

 

nein tauchen fliehen sinken auf den grund

zu finden dort vielleicht korallenschlaf

beim abstriff der synthetisierten hülle

dem zeitraumpräparat mit namen leib

 

die frage schmiegt sich an warum dann nicht

der taucherschein von jedem justament

gelöst wird oder wurde wann der sprung

gewagt sein soll aus leckem kahn und was

 

uns festhält zwischen rudern schleim und kot

als weh und angst dass dort kein kapital

zu finden sei keine versicherung

 

(karin fellner)

 

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Ein Kommentar zu “hamlet.lamentatio 7

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