Wieder Blütezeit

Etwas das leicht ist und kühl. Das Leuchten
der letzten Dinge unter Misteln, und Mädesüß
blüht zwischen bröckelnden Grabgrenzen.
Hältst du deine Begrenzungen ein. Ohne Schilder.
Ohne Karten. Wie lange dauert es, bis die Zeit
vergeht. Ohne Kalender. Wahrscheinlich
findet man sich zurecht. Ohne Geburtstage.
Wieder ein Jahr vorüber verdicken sich die
Brillengläser. Dünnen Lieder in Repeat sich
aus. Der Gedanke, neunundzwanzig zu bleiben,
auf neunundzwanzig folgt neunundzwanzig,
ist irgendwann vorbei. Nur Tote bleiben immer
siebenundzwanzig.

(Sabina Lorenz)

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