Prolog

Wir Montagsmetaphoriker. Wir
kündigen. Wir kündigen die Sonne an.
Und lauter blaue Himmel ohne Wolken.
Guter Mond. Der Mond wird auch schon
seinen Platz an anderer Stelle finden.

Welt. So schön. Die wir so grüßen en
passant. Mit ein, zwei grünen Versen.
Gottes Frohnatur erschöpft sich in
Gedanken. Mensch, was der wohl alles
denken kann da oben. Seht. Ein Bart.

Vergessen ist der ganze Mist. Ist nicht
Demenz der Preis für jedes Weltenalter?
Kümmert uns noch ein Geschwätz von
gestern. Werde Licht? Wer sagt so etwas?
Heilig. Heilig Stuhl. Man wird die Windeln

wechseln. Kommt! So kommt ein wenig
mit. Und seid so lieb. Und macht die Türen
zu. Ich will nicht, dass er hört, was wir
so reden. Lasst. Ihn noch im Glauben.
Dass es besser enden wird. Und

auf ein Wort. Dass alles eines
schönen Tages gut ausgeht. Das
mit den Blumen, Wiesen, Erdenbürgern.
Seid so lieb. Versprecht mir, dass ihr
nie darüber redet. Und gedenkt
der vielen schönen Untergänge. Abends.

(Markus Breidenich)

Advertisements