Urban Life

Wenn ich eins wäre mit den Dingen und
Durst hätte, aber keinen Boden unter den
Füßen, um an einer Straßenkreuzung zu
halten und auf Grün zu warten, würde ich

Kopf stehen und auf Einmalhandschuhen
über die Sanddünen meiner Großbaustelle
ziehen. Bis eines Morgens hinter den
Pressluftspiegeln Palmzweige erschienen,

Brunnen zwischen den Taglichtgeneratoren,
die Wasser enthielten, aber eine Täuschung
sind, eine Fata Morgana der Gehwege links
unter den Stahlgerüsten. Unnahbar, wenn

ich reglos bin, bis in den Abend hinein, die
Nacht, die man im Windschatten des Mondes
verbringt. Bis einem der Regen leichter fällt.
Wenn es Zeit wird zu werden. Oder später.

(Markus Breidenich)

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