an uns

wir gelangen in kargere gegenden.
unsere petitionen waren nicht erfolg
reich. sie wiesen gebrauchsspuren auf.

wir lebten ohne filter durch unsere
kulturell überformten tage. man sah sich
nicht wirklich ins gesicht. unsere sprache

franst aus. unsere jajas haben zugenommen:
wie die eintagsfliegen, die wir töten
oder mieten oder leasen. die fliegen dagegen

lassen uns seitdem links oder rechts
liegen. wir leben im zeitalter der
bedeutungsaufweitung. und sind stumpf

und still dabei. das haben wir lange genug
geübt. die stille schwirrt lärmend um uns
und sitzt millionenfach auf jedem quadrat

zentimeter. die laufzeit für unser ich-liebe-dich
wurde nie verlängert. es ist kalt geworden
um uns her. das könnte an uns liegen.

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