löffelschöpfungen

das unablässige wachsen der beinhärchen, staubknollen, zu spülenden teller. die aufzuschüttelnden kissen und körper, weiche behälter, in die jeden morgen erneut ein ich gepresst wird (wehen).

was man das schlechtwerden vor tage nennt, vor üblichen verrichtungen: schwanger vom alltagsschlamm, voll geborstener kutteln.

widerschein der blechkamine draußen die unfusselige luft tiefgefroren und mindestens haltbar bis ende.

da bringt eine ihr junges in den mahlgang der schule. noch feucht vom taumeln der nacht lässt es mit sich machen.

mit zimbeln der marsch alter monster geht mitten durch dich hindurch. und kein grenzbaum, kein herrscher. du rennst, bist rünnig geworden.

wir zweibeiner: tonangeber. statt tonabnehmer zu sein, auffangbecken der stille.

gut wäre auch ein stab, mit dem man die leute berührte, und sagte: nun bist du heil.

(karin fellner)

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